Ergebnisentwicklung und Rentabilität

EBIT, EBITDA und ROCE

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) nahm um 21,8 Prozent auf 422,8 Mio. € zu. Der Vorjahreswert in Höhe von 347,0 Mio. € enthielt eine Wertminderung auf die Beteiligung an Linde Hydraulics in Höhe von –13,5 Mio. €. Den hierdurch deutlich erhöhten Einmal- und Sondereffekten von –57,0 Mio. € 2014 stand im Berichtsjahr ein Betrag von lediglich –33,0 Mio. € gegenüber. Diese enthalten im Wesentlichen Aufwendungen und Wertminderungen im Zusammenhang mit den eingeleiteten Effizienzmaßnahmen im Rahmen der Strategie 2020.

Das um Einmal- und Sondereffekte sowie Effekte aus der KION Akquisition bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT bereinigt) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr (442,9 Mio. €) um 9,0 Prozent auf 482,9 Mio. € und erreichte damit den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. Die bereinigte EBIT-Marge lag im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 9,5 Prozent. Das spürbar verbesserte Bruttoergebnis (+11,6 Prozent) wurde dabei, auch währungs- und tarifbedingt, durch höhere Aufwendungen in den einzelnen Funktionsbereichen weitestgehend kompensiert.

Die Rendite des eingesetzten Kapitals (ROCE) nahm gegenüber dem Vorjahreswert (11,4 Prozent) leicht auf 11,9 Prozent zu. Dem Anstieg des bereinigten EBIT stand dabei eine moderate Zunahme des eingesetzten Kapitals gegenüber. > TABELLE 018

EBIT

 

 

018

in Mio. €

2015

2014

Verän­derung

Konzernergebnis

221,1

178,2

24,0 %

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

–109,2

–80,0

–36,4 %

Finanzergebnis

–92,6

–88,8

–4,3 %

EBIT

422,8

347,0

21,8 %

+ Einmal- und Sondereffekte

33,0

57,0

–42,1 %

+ Effekte aus der KION Akquisition

27,0

38,9

–30,4 %

EBIT bereinigt

482,9

442,9

9,0 %

Das EBITDA belief sich auf 824,2 Mio. €, nach 714,2 Mio. € im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA stieg auf 850,0 Mio. € (Vorjahr: 780,4 Mio. €). Dies entspricht einer bereinigten EBITDA-Marge von 16,7 Prozent und ist damit unverändert zum Vorjahr. > TABELLE 019

EBITDA

 

 

019

in Mio. €

2015

2014

Verän­derung

EBIT

422,8

347,0

21,8 %

Abschreibungen / Wertminderungen

401,4

367,2

9,3 %

EBITDA

824,2

714,2

15,4 %

+ Einmal- und Sondereffekte

25,8

55,6

–53,6 %

+ Effekte aus der KION Akquisition

0,0

10,7

–99,7 %

EBITDA bereinigt

850,0

780,4

8,9 %

Wesentliche Einflussfaktoren auf die Ergebnisentwicklung

Die Umsatzkosten erhöhten sich unterproportional zur Umsatzentwicklung um 7,9 Prozent auf 3.601,7 Mio. € (Vorjahr: 3.337,4 Mio. €). Damit verbesserte sich das Bruttoergebnis um 11,6 Prozent auf 1.496,2 Mio. € (Vorjahr: 1.340,5 Mio. €) und die Bruttomarge von 28,7 Prozent auf 29,3 Prozent. Zum Anstieg trug die höhere Marge im Neufahrzeuggeschäft bei, die unter anderem auf einem unterproportionalen Anstieg der Materialkosten und einem höheren Anteil kundenindividueller Ausstattungen beruhte.

Die Vertriebskosten erhöhten sich um 8,3 Prozent auf 618,0 Mio. € (Vorjahr: 570,5 Mio. €) und damit leicht unterproportional zum Umsatz. Der Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten auf 143,0 Mio. € (Vorjahr: 125,7 Mio. €) spiegelt unter anderem auch Aufwendungen aus der Umsetzung der Strategie 2020 wider. Den höheren Personal- und Sachaufwendungen für Antriebsinnovationen und die Weiterentwicklung der globalen Produktplattformen standen dabei bereits auch Einsparungen aus Effizienzsteigerungsmaßnahmen gegenüber. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, die 2015 um 10,0 Prozent auf 355,9 Mio. € (Vorjahr: 323,6 Mio. €) zulegten, wurden ebenfalls durch die Umsetzung der Strategie 2020 beeinflusst. Zusätzlich führten Währungseffekte und Tarifanpassungen zu höheren Kosten in allen Funktionsbereichen.

Die Position „Sonstige“ übertraf mit einem positiven Saldo von 43,6 Mio. € den Vorjahreswert (26,4 Mio. €). Für den Anstieg sorgte im Wesentlichen das darin enthaltene positive Beteiligungsergebnis von insgesamt 20,3 Mio. €. Darin enthalten ist ein positives Equity-Ergebnis von 10,6 Mio. €. Im Vorjahr führte das negative Equity-Ergebnis der Linde Hydraulics von insgesamt –33,9 Mio. € zu einem deutlich negativen Wert des Beteiligungsergebnisses von insgesamt –23,4 Mio. €. Über das Beteiligungsergebnis hinaus enthält die Position „Sonstige“ unter anderem Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen, die sich gegenüber dem Vorjahr im Saldo um –14,5 Mio. € reduzierten. > TABELLE 020

(Verkürzte) Gewinn- und Verlustrechnung

020

in Mio. €

2015

2014

Verän­derung

Umsatzerlöse

5.097,9

4.677,9

9,0 %

Umsatzkosten

–3.601,7

–3.337,4

–7,9 %

Bruttoergebnis vom Umsatz

1.496,2

1.340,5

11,6 %

Vertriebskosten

–618,0

–570,5

–8,3 %

Forschungs- und Entwicklungskosten

–143,0

–125,7

–13,8 %

Allgemeine Verwaltungskosten

–355,9

–323,6

–10,0 %

Sonstige

43,6

26,4

65,5 %

Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)

422,8

347,0

21,8 %

Finanzergebnis

–92,6

–88,8

–4,3 %

Ergebnis vor Ertragsteuern

330,2

258,3

27,9 %

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

–109,2

–80,0

–36,4 %

Konzernergebnis

221,1

178,2

24,0 %

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis, der Saldo aus Finanzerträgen und Finanzaufwendungen, belief sich auf –92,6 Mio. € und verbesserte sich damit gegenüber dem um Sondereffekte bereinigten Vorjahreswert von –108,8 Mio. € deutlich. Ausschlaggebend war die im Vorjahr optimierte Finanzierungsstruktur durch die vorzeitige Ablösung von zwei Tranchen der Unternehmensanleihen. Dies führte zu einmaligen Finanzaufwendungen von –23,2 Mio. €, die in dem im Vorjahr ausgewiesenen Finanzergebnis von –88,8 Mio. € ebenso enthalten sind wie ein Finanzertrag aus der Neubewertung von Optionen im Zusammenhang mit der Linde Hydraulics (43,2 Mio. €).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen 109,2 Mio. € (Vorjahr: 80,0 Mio. €). Der Anstieg in Höhe von 29,2 Mio. € resultiert insbesondere aus der positiven Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres sowie aus laufenden Steueraufwendungen für frühere Geschäftsjahre. Gegenläufig wirken die im Wesentlichen aus der Aktivierung von latenten Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge resultierenden latenten Steuererträge. Die Steuerquote liegt bei 33,1 Prozent (Vorjahr: 31,0 Prozent).

Konzernergebnis und Gewinnverwendung

Das Konzernergebnis übertraf mit 221,1 Mio. € den Vorjahreswert (178,2 Mio. €) um 24,0 Prozent. Auf die Aktionäre der KION GROUP AG entfiel ein Konzernergebnis in Höhe von 217,1 Mio. € (Vorjahr: 176,7 Mio. €). Basierend auf 98,7 Mio. (Vorjahr: 98,7 Mio.) Stückaktien im Jahresdurchschnitt, belief sich das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 2,20 € (Vorjahr: 1,79 €). Keine Berücksichtigung fanden dabei 160.050 im Bestand befindliche eigene Stückaktien, die im Rahmen des Rückkaufprogramms für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme von der KION GROUP AG zurückerworben worden waren.

Vorstand und Aufsichtsrat der KION GROUP AG werden der Hauptversammlung am 12. Mai 2016 vorschlagen, eine Dividende von 0,77 € je Aktie auszuschütten. Dies entspricht bei einer Anzahl von 98.739.950 dividendenberechtigten Stückaktien zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 einer Ausschüttungssumme von 76,0 Mio. €. Somit werden 35,0 Prozent des auf die Aktionäre der KION GROUP AG entfallenden Konzernergebnisses als Dividende ausgeschüttet.