Finanzlage

Die Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements haben sich zum 30. September 2015 gegenüber der Darstellung im Konzernlagebericht 2014 nicht verändert. Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen gab es in den ersten neun Monaten nicht.

Kapitalstrukturanalyse

Zum 30. September 2015 setzte sich die langfristige Fremdfinanzierung mit einem Gesamtvolumen von 648,0 Mio. € wie schon zum Jahresende 2014 aus einer im Jahr 2020 fälligen Unternehmensanleihe sowie aus den als langfristig eingestuften Ziehungen aus der revolvierenden Kreditlinie zusammen.

Insgesamt lagen die bilanziellen Finanzschulden aufgrund von Ziehungen zur Finanzierung von Unternehmenserwerben mit 970,3 Mio. € über dem Wert zum Jahresende 2014 (909,6 Mio. €). Nach Abzug der flüssigen Mittel in Höhe von 102,1 Mio. € beliefen sich die Netto-Finanzschulden auf 868,2 Mio. € nach 810,7 Mio. € zum Jahresende 2014. Die Netto-Verschuldung zum 30. September 2015 beträgt das 1,1-Fache des bereinigten EBITDA der letzten zwölf Monate. Im Verhältnis zur Ertragskraft blieb die Netto-Verschuldung damit auch im dritten Quartal insgesamt unverändert. > TABELLE 12

Netto-Finanzschulden

 

 

12

in Mio. €

30.09.2015

31.12.2014

Verän­derung

Anleihe (2013/2020) – festverzinslich (brutto)

450,0

450,0

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (brutto)

521,9

459,9

13,5 %

Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten (brutto)

4,3

6,6

–34,7 %

./. Kreditbeschaffungskosten

–5,9

–6,9

14,6 %

Finanzschulden

970,3

909,6

6,7 %

./. Flüssige Mittel

–102,1

–98,9

–3,2 %

Netto-Finanzschulden

868,2

810,7

7,1 %

Die Pensionsrückstellungen lagen Ende September mit 783,3 Mio. € auf dem Niveau zum Jahresultimo 2014 (787,5 Mio. €). Die Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Leaseback-Geschäften zur Refinanzierung des langfristigen Leasinggeschäfts für Endkunden nahmen durch die ausgeweiteten Financial-Services-Aktivitäten auf 802,5 Mio. € (Ende 2014: 707,7 Mio. €) zu. Hiervon betrafen 586,1 Mio. € langfristige und 216,3 Mio. € kurzfristige Leasingverbindlichkeiten. Darüber hinaus sind in den Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten 377,7 Mio. € (Ende 2014: 339,1 Mio. €) zur Finanzierung der Kurzfristmietflotte über Sale-and-Leaseback-Geschäfte enthalten.

Aufgrund des unterjährigen Konzernergebnisses nahm das Eigenkapital im Vergleich zum Jahresultimo 2014 (1.647,1 Mio. €) spürbar auf 1.766,2 Mio. € zu. Hierzu trugen auch die positiven Währungseffekte im sonstigen Konzernergebnis bei. Gegenläufig wurde diese Erhöhung durch den Dividendenabfluss aus dem zweiten Quartal teilweise kompensiert. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 27,0 Prozent (Ende 2014: 26,9 Prozent). > TABELLE 13

(Verkürzte) Bilanz Passiva

13

in Mio. €

30.09.2015

in %

31.12.2014

in %

Verän­derung

Eigenkapital

1.766,2

27,0 %

1.647,1

26,9 %

7,2 %

 

 

 

 

 

 

Langfristige Schulden

2.906,3

44,4 %

2.688,3

43,9 %

8,1 %

darin:

 

 

 

 

 

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

783,3

12,0 %

787,5

12,8 %

–0,5 %

Finanzverbindlichkeiten

647,6

9,9 %

646,8

10,6 %

0,1 %

Latente Steuern

327,2

5,0 %

320,9

5,2 %

2,0 %

Leasingverbindlichkeiten

586,1

9,0 %

461,7

7,5 %

27,0 %

 

 

 

 

 

 

Kurzfristige Schulden

1.867,0

28,5 %

1.793,0

29,3 %

4,1 %

darin:

 

 

 

 

 

Finanzverbindlichkeiten

322,8

4,9 %

262,9

4,3 %

22,8 %

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

569,4

8,7 %

564,6

9,2 %

0,9 %

Leasingverbindlichkeiten

216,3

3,3 %

246,0

4,0 %

–12,1 %

 

 

 

 

 

 

Summe Passiva

6.539,4

 

6.128,5

 

6,7 %

Investitionsanalyse

Die Investitionen lagen mit 90,5 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau (87,4 Mio. €). Einem leicht rückläufigen Niveau aktivierter Entwicklungsleistungen in den Markensegmenten LMH und STILL standen höhere Investitionen in die Produktions- und Technologiestandorte des Konzerns gegenüber, wobei der Anstieg größtenteils auf das Segment LMH entfiel. Neben der Modernisierung von Produktionsstätten in Deutschland und Asien fielen die Errichtung des neuen Werks in Tschechien sowie die fortlaufende Optimierung der IT-Infrastruktur ins Gewicht.

Liquiditätsanalyse

Die Mittelzuflüsse der KION Group aus der laufenden Geschäftstätigkeit beliefen sich auf 341,9 Mio. € (Vorjahr: 293,7 Mio. €). Dem höheren Ergebnisbeitrag sowie einmaligen Zahlungseingängen im ersten Quartal 2015, die zum Jahresultimo 2014 den Kassenbestand der KION Group noch nicht erhöht hatten, standen dabei ein stärkerer Anstieg des Working Capital sowie des Leasingvermögens gegenüber.

Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit nahmen deutlich auf –302,6 Mio. € (Vorjahr: –196,2 Mio. €) zu. Vorrangiger Grund war der Mittelabfluss aus dem Erwerb der Egemin Automation im dritten Quartal. Die Auszahlungen insbesondere für Investitionen in Entwicklungen (F&E) sowie Sachanlagen beliefen sich in den ersten neun Monaten 2015 auf insgesamt –90,5 Mio. € (Vorjahr: –87,4 Mio. €). Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Mietgeräten wurde zudem das kurzfristige Mietflottengeschäft (netto) mit einem Ausgabevolumen von –145,9 Mio. € weiter ausgebaut; im Vergleichszeitraum 2014 waren es –122,9 Mio. €. Die Auszahlungen für sonstige Vermögenswerte von insgesamt 15,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) betrafen im Wesentlichen die Vergabe eines Darlehens an Linde Hydraulics. Der Free Cashflow als Summe aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und Investitionstätigkeit lag mit 39,4 Mio. € unter dem Vorjahreswert (97,5 Mio. €). Ohne Berücksichtigung von Zukäufen lag der Free Cashflow über dem Vorjahr.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum –36,7 Mio. € (Vorjahr: –187,8 Mio. €). Die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 0,55 € pro Aktie führte zu einem Mittelabfluss von –54,3 Mio. € (Vorjahr: –34,5 Mio. €). Für den Erwerb eigener Anteile wurden im Berichtszeitraum –1,0 Mio. € (Vorjahr: –1,5 Mio. €) zahlungswirksam. Den in den ersten neun Monaten 2015 aufgenommenen Finanzschulden in Höhe von 752,3 Mio. €, die vor allem für die Finanzierung von Unternehmenserwerben sowie die laufende Finanzierung des Working Capital verwendet wurden, standen Tilgungen in Höhe von –686,8 Mio. € gegenüber. Aus laufenden Zinszahlungen resultierte ein Mittelabfluss in Höhe von –48,1 Mio. € (Vorjahr: –79,9 Mio. €). > TABELLE 14

(Verkürzte) Kapitalflussrechnung

 

 

14

in Mio. €

Q3 2015

Q3 2014

Verän­derung

Q1 – Q3 2015

Q1 – Q3 2014

Verän­derung

EBIT

108,8

69,1

57,3 %

290,2

237,7

22,1 %

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

170,7

142,4

19,9 %

341,9

293,7

16,4 %

Cashflow aus Investitionstätigkeit

–140,6

–64,7

<–100 %

–302,6

–196,2

–54,2 %

Free Cashflow

30,1

77,7

–61,2 %

39,4

97,5

–59,6 %

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

12,9

–84,3

>100%

–36,7

–187,8

80,5 %

Währungseinflüsse Flüssige Mittel

–2,8

2,6

<–100 %

0,5

1,8

–69,4 %

Veränderung Flüssige Mittel

40,2

–4,1

>100%

3,2

–88,5

>100%